Projekt2025
Eine aktuelle Zusammenfassungen finden sie auf der Seite
Eine Übersichtsbild zur Örtlichkeit findet sich auf der Wikipedia-Seite.

Die zukünftige Anlage wird nach Fertigstellung einen prominenten Platz im Verkaufsraum erhalten und dient als Teststrecke für Neuerwerbungen unserer Kundschaft, bis hin als Fotokulisse für Neuauslieferungen. Seien sie dabei, wenn die „Überholstelle Lamerden“ Gestalt annimmt.
Teil 2: Von der Idee bis zum Entwurf des Gleisplanes
Am Anfang einer jeden Modellbahn steht die Idee und Planungsphase.
Meist sind es besondere Eindrücke von Gleisanlagen und der Umgebung, die
uns in den Bann ziehen. Die Firma HRT hat ihren Sitz ganz in der Nähe
des kleinen Flusses Diemel und so ist es nicht weiter verwunderlich,
dass dieses Gewässer in dem neuen Exponat wiederholt dargestellt wird.
Die seit vielen Jahren existierende Überholstelle in Lamerden begeistert
uns seit langem und soll das Kernstück der Anlage bilden. Damit beginnt
auch die Recherche vor Ort und in diversen Medien. Aufgrund des
begrenzten Längenmaßes von 360 cm ist selbst im Maßstab 1:220 eine
Verkürzung der Szenerie notwendig, dies gilt auch für die Auswahl
bestimmter Örtlichkeiten für die Gesamtgestaltung der Anlage. Der
Fachmann spricht hier von einer notwendigen „Szenenverdichtung“.
Mit der umfangreichen Sammlung an Bildmaterial können nun die ersten
Skizzen angefertigt werden. Jede einzelne Zeichnung bringt uns dem
Endergebnis näher, leider auch verbunden mit Wegfall einzelner an sich
schöner Schauplätze. Nur der Kompromiss wird die spätere Anlage nicht
überfrachtet wirken lassen.
Aufgrund der hügligen Umgebung bei Lamerden verschwindet ein notwendiger
Schattenbahnhof für diverse Zugwechsel in klassischer Art und Weise
unter dem ansteigenden Gelände. Die einfache ovale Gleisfigur wird mit
einer geschwungenen Form im vorderen sichtbaren Bereich nicht nur
aufgelockert, es entsteht sogar eine besondere Eleganz. Die parallele
Schienenführung zur Anlagenkante wäre ein Rückfall in längst vergangene
Zeiten.
Sowie der endgültige Gleisplan feststeht, wird erstmals der Computer mit
einer Gleisplansoftware benutzt. Damit wären auch die Ausmaße
ersichtlich, nebenher bietet ein solches Programm auch die notwendige
Anzahl der zu erwerbenden Schienen und Weichen an.
Mit dem ersten ausgedruckten Gleisplan müssen nun die notwendigen und
späteren Installationen in den beiden Segments – Kästen berücksichtigt
werden. Angefangen von den Stellfüssen über die Weichenmotoren bis hin
zu diversen digitalen Schaltzentralen muss alles sein Platz finden und
dann können auch die Querverstrebungen für einen stabilen Untergrund mit
eingeplant werden.
Im letzten Schritt der Planungsphase wird einer der ausgedruckten
Gleispläne mit der nun endgültigen Landschaftsform regelrecht ausgemalt.
Mit dieser klassischen Form der Zeichnung wird ein
zufriedenzustellendes und eher schnelleres Ergebnis erzielt, gegenüber
einer rechnerunterstützen Darstellungsweise.
Dieser Gleisplan ist gleichzeitig unsere Baugrundlage für alle weiteren
Aktionen. Kleinere Abweichungen in der Gestaltung der Landschaft sind
hierbei immer wieder möglich. Meist wächst die Erkenntnis einer Änderung
während der Formung des Geländes.
Teil 3: Planung und Umsetzung der Segments- Kästen & Holzbedarf
Die offene Rahmenbauweise ist bei modernen Anlagen die große Normalität geworden. Im späteren Hohlraum können die ganzen Techniken und die Kabelbäume untergebracht werden. Dabei ist jederzeit ein unkomplizierter Zugriff z.B. bei Reparaturarbeiten möglich. Hatten früher die Flügelsignale noch klobige und gut sichtbare Antrieb an der Oberfläche, so benötigen die heutigen Versionen mindestens 5 cm im Untergrund, hier ist nun der elektrische Antrieb, der so viel Platz benötigt. Dies sollte auch schon in der Phase der Planung berücksichtigt werden. Ein weiterer Vorteil der Rahmenbauweise ist die variable Möglichkeit im Landschaftsbau, es kann nach oben und nach unten gestaltet werden.
In der Regel ist unsere farbige Zeichnung des künftigen Exponats die Ausgangsstellung für den Holzbedarf. Bei einer Plattendicke von 10 mm müssten jedem die Konstruktionspläne eigentlich leichter von der Hand gehen. Die beiden Segmente sollen 180 cm x 62 cm im kompletten Ausmaß sein, inklusive dem späteren Leuchtkasten und den Abdeckungen. Ich ziehe nun jeweils 1 Zentimeter am hinteren und den seitlichen Bereichen ab und komme damit auf 178 cm x 60 für die Grundplatte. Die Längsträger für den Rahmen betragen demnach 178 cm x 7 cm. Die Querträger sind mit 58cm x 7cm berechnet. Mit diesen Basisdaten kann ich nun auch sofort den Leuchtkasten berechnen. Es ist die Zeit von vielen Skizzen und Berechnungen. Grundsätzlich habe ich nun alle nötigen Maße ermittelt und trage die Werte in meine Liste ein. Damit nun die Kosten beim Schreiner nicht in die Höhe schnellen, erstelle ich noch einen Sägeplan für den Meister. Ich bevorzuge hier Sperrholz – Pappelplatten in der Klasse 1 mit dem Maß 2500 mm 1700 mm.
Der Gang zu einem Fachbetrieb ist auf jedem Fall ratsam. Der Zuschnitt ist meist einfach genauer. Nach der Anlieferung der Hölzer erfolgt eine sorgfältige Sortierung, wobei jedes Brett seine Ordnungsnummer und das Maß mit einem Bleistift notiert bekommt. Damit liegt alles griffbereit.
Die Werkzeugliste und das nötige Material sind schnell erfasst:
- Bosch Akkuschrauber
- Eckenspanner
- Metallwinkel
- Ponal Express Holzleim
- Spax – Schrauben 2,5 x 16
- 20 mm Lochbohrer.
Mit dem Lochbohrer werden vorab in den Querstreben mittig für die späteren Kabeldurchlasse gebohrt. Erst jetzt geht an den Zusammenbau, wobei ich die Spax Schrauben direkt in das Holz treibe. Der Eckspanner hält mir die vorgeleimten Spanten in einem Winkel von 90° zusammen. 2 Längsträger und 2 Querträger ergeben den Grundrahmen. Darauf schraube ich in der Folge immer erst die Grundplatte auf. Unseren Gleisplan haben wir im Vorfeld bereits 1:1 ausgedruckt und legen ihn nun auf der Grundplatte aus. Dies ist eine große Hilfe, bevor nun die weiteren Querträger eingesetzt werden. Auch mir passiert es immer wieder, dass z.B. direkt über einer Querstrebe die Stellstange einer Weiche sein könnte. Ein paar Zentimeter weiter und die Strebe stört nicht mehr!
Im Fall „Lamerden“ mussten wir noch die späteren Aufnahmebretter (16 x 16) für die Tischbeine in allen Ecken der zwei Segmente berücksichtigen. Damit haben wir nun die beiden Grundrahmen vor uns liegen. Diverse Sägearbeiten für den tiefer liegenden Fluss, sowie der Straßenunterführung folgen noch. Auf diese Weise haben wir den Ausgangspunkt für die nachkommende Gleisverlegung erreicht. Die finalen Holzaufbauten folgen jetzt nur noch in Korrespondenz mit dem jeweiligen Zustand im Landschaftsbau.
Teil 4: Gleisverlegung
Heutzutage können wir uns glücklich schätzen, dass eine Gleisplan –
Software dem Modellbahner viel Arbeit abnimmt. So kann der favorisierte
Schienenweg immer wieder am PC optimiert werden. Bei umfangreichen
Plänen ist sogar ein 1:1 Ausdruck über den heimischen Drucker möglich.
Auch der noch unsichere Einsteiger sollte diese Funktion nutzen, um die
spätere Lage der realen Schienen und Weichen jetzt schon zu fixieren. Es
ist eine willkommene Schablone. Nebenher bietet die Software auch eine
Auflistung der nötigen Gleiskörper diverser Hersteller an.
Die Gleissysteme von Märklin und Rokuhan sind in sich ausgereift und
lassen wenige Wünsche offen. Bei höchst eleganten Kurven kommen jedoch
die fertigen Schienenkörper an ihre optischen Grenzen. Hier schafft, wie
auch bei anderen Maßstäben, ein flexibles und längeres Gleis eine
willkommene Abhilfe.
Das Märklin – Flexgleis ist 660 mm lang und vereinigt damit 6 gerade
Standardgleise von 110 mm in einem Produkt. Einen Schritt vor der
eigentlichen Verlegung in einem geschmackvollen Bogen ist jedoch
notwendig, die unterseitigen Verbindungen der Schwellen müssen mit einem
scharfen Messer wechselseitig entfernt werden, damit die übliche
Biegung eines solches Flex - Gleises gewährleistet ist. Die Verlegung
und Bearbeitung des vorbereiten Gleises zeigen wir in der nächsten
Folge.
Dem bereits erfahrenen Modellbahner stört zumeist auch der schwarze
Kasten an den Weichen, welcher den Antrieb beherbergt. Unser Fotofolge
zeigt den Umbau dieser Weichen.
-
Eine Märklin Handweiche von oben und unten gesehen.
-
Entfernung der Schraube und dem Abdeckkasten
-
Entfernung der Stellstange, wird später wieder gebraucht
-
Der aus Plastik bestehende Antriebskasten wird vorsichtig abgeschnitten
-
Auch die restlichen Teile um den Stellhebel werden entfernt
-
Der Bügel oberhalb des Stellhebels wird vorsichtig entfernt
-
Die Stellstange passt nun in das Loch und kann später nach „unten“ zu einem Motoantrieb geführt werden.
Eine weitere Vorbereitung sind die notwendigen Kabelanschlüsse an den
Schienen. Hierbei reicht schon ein handelsüblicher 20 Watt Lötkolben
mit möglichst feiner Spitze. Aus optischen Gründen löten viele
Modellbahner ihre Anschlüsse an die Unterseite der Gleisprofile. Dazu
muss ein Stück vom Schwellenband entfernt werden. Eine weitere
Möglichkeit ist die Anbringung des Kabels an der Flanke des Gleises,
dies bietet sich dem reisenden Modellbahner an, welcher bei Defekten auf
Ausstellungen einen schnellen Zugriff haben möchte. Falls sie noch ein
wenig unsicher mit dem Lötkolben sind, so kann ich nur einen Gang zu
einem Modellbahnverein empfehlen oder ein Bastler im Freundeskreis
aufsuchen.
Im später nicht mehr sichtbaren Schattenbahnhof könnte natürlich auch das Anschlussgleis von Märklin verlegt werden.
Teil 5: Gleise verlegen - Teil 1 - Der Schattenbahnhof
In dieser Folge platzieren wir unsere vorbereitenden Gleise und
Weichen erstmals auf der Anlage, welche zuvor mit 3 mm Korkstreifen
beklebt wurde. Hier dient der ausgedruckte Gleisplan als Vorlage. Der
Kork wirkt als Schallabsorber und als Grundlage für das spätere
Schotterbett. Sind alle Schienen und Weichen an der richtigen Stelle,
werden alle Teile Stück für Stück miteinander verbunden und mit einem
Kreppband provisorisch fixiert. Diese Maßnahmen sind für den späteren
Schienenverlauf erforderlich, auch die Bohrlöcher für die Anschlusskabel
können damit direkt ermittelt werden. Ein 4 – 5 mm Holzbohrer ist die
beste Wahl. Obwohl die Kabel wesentlich dünner sind, haben wir bei der
finalen Gleisverlegung immer noch ein wenig Spiel.
Nun sollte an der Schienenaußenseite mit einem Filzstift der Verlauf der
Gleise aufgezeichnet werden. Es ist eine Hilfslinie für die spätere
finale Fixierung der Schienen dienlich.
Jetzt nehmen wir letztmalig die Schienen wieder von der Trasse und
bohren an den markierten Stellen auch die 12 mm Löcher für die späteren
Antriebsmotoren der Weichen im sichtbaren Bereich.
Zuerst geht es an die finale Gleisverlegung im Schattenbahnhof.
Die Geometrie der Märklin – Gleise verlangt standardmäßig einen
Gleismittenabstand von 25 mm. Eine Messung Abstand Schiene/ Schwelle
Außenkante zur nächsten Schiene/ Schwelle Außenkante ergibt demnach 13
mm. Daher habe ich seit vielen Jahren einige selbstgefertigte Holzklötze
und kleinere Lineale mit diesem Maß in dem Gleiskoffer. Für ein noch
realistisches Bild gibt es noch Exemplare mit ca. 9 mm, hier könnte ich
den Gleismittenabstand fast Vorbilds gerecht ausführen, falls keine
Weichen verbaut sind. Wir fangen an der rechten Seite mit dem vorderen
Gleis vom Schattenbahnhof an, wobei die erste Schiene ein Standardgleis
8505 mit 220 mm ist. Am linken Ende ankommend wird das Ausgleichsgleis
(Märklin 8592) angebracht. Damit ist ein sofortiger Abschluss an der
Segment - Grenze, später auch ein schnelles Schließen des
Schienenkreises möglich und die hohe Kunst der Modulübergänge wird hier
wegen dem landschaftlichen Überbau ausgespart. Die erste Fixierung
erfolgt mit den Gleisnägeln (Märklin - 8999), die möglichst nicht ganz
eingedrückt werden sollten. Damit ist immer noch eine sofortige
Korrektur ausführbar. Aufgrund der regelrecht symmetrischen Verlegung
der Flexschienen werden unsere Anfänger und Wiedereinsteiger von
irgendwelchen Gleisschnitten (noch) verschont. Mit den bereits erwähnten
Holklötzen wird nun das parallele Gleis und die Weichen aufgelegt und
befestigt. Eine schnellere Methode der Gleisbefestigung wäre natürlich
das direkte Verkleben, dies überlassen wir aber dem erfahrenen
Gleisbauer.
Anschließend erfolgt eine wichtige Sichtprüfung. Sind die Schienen
gerade und parallel verlegt? Sind die Isolierschienen – Verbinder an den
richtigen Stellen? Sind überhaupt die Schienenverbinder richtig
verbaut? Falls alle Punkte zutreffen, sollte ab diesem Zeitpunkt der
erste Rolltests mit Wagons folgen. Lassen sie ruhig selbst den
vierachsigen Personenwagen über die Gleise flitzen, eine Korrektur ist
jetzt noch möglich.
Nun geht es an die Unterseite unserer Anlage. Die von der Oberseite
durchgezogenen Kabel werden jetzt am Ende großzügig abisoliert und nach
Farbe miteinander verbunden. Meist ist es das rote Kabel (+) für das
rechte Schienenprofil (oder Außenschiene) und das Braune (-) für das
linke Schienenprofil. Mit einer Lüsterklemme verbunden und
weitergeleitet an den Trafo starten wir nun den ersten Fahrtest. Wenn
alles richtig gemacht ist, setzt sich sogar die Lok in Bewegung und die
nächste Beobachtung startet. Sind die Schienen wirklich sauber verlegt
und eine durchgehende Stromversorgung gewährleistet? Der bereits
technisch versierte Modellbahner würde nun eine übersichtliche und
saubere Kabellösung untertage bewerkstelligen. Wir belassen es aber zu
diesem Zeitpunkt bei dem provisorischen Aufbau. Meine Erfahrung hat
gezeigt, dass im Laufe des Weiterbaus manche bereits finale
Kabelverlegungen nochmals überdacht, verbessert und/oder erweitert
wurden. Bis hin zum spontanen Umbau zu einer digitalen Anlage. So halten
wir uns alle Optionen offen und können in einem weiteren Bericht die
persönlich beste Variante umsetzen.
Nun folgt noch der finale Schritt der Gleisverlegung. Mit etwas
verdünnten und wasserfesten Holzleim fixiere ich die Schwellen –
Außenkanten alle 3 cm auf dem Kork Bett. Ein probates Mittel ist dabei
ein feiner Pinsel oder Zahnstocher. Nach der Durchtrocknung können sie
die Gleisnägel mit Vorsicht herausziehen. Das nach links herausgehende
Gleis bekommt später noch einen Variablen Anschluss, um neues
Rollmaterial auf die Anlage zu fahren, ohne ein Hervorziehen von
Lamerden.
Mit dem jetzt korrekt verlegten Schattenbahnhof ist die
Grundvoraussetzung zur weiteren Gleisarbeit im sichtbaren Bereich
geschaffen. In der nächsten Folge betrachten wir den Einbau von den
flexiblen Schienen.
Teil 6: Gleisverlegung im sichtbaren Bereich von Lamerden
Entgegen den strengen und vorgegebenen Geometrien der Märklingleise werden wir im sichtbaren Bereich von Lamerden in hoher Prozentzahl mit den Flexgleisen arbeiten. Ein erster Schritt ist das Einschneiden des 660 mm langen Schwellenbandes, für unser Vorhaben reicht ein Schnitt alle 10 mm. Umso heftiger der Radius/ die Kurve wird, umso mehr Einschnitte sind wechselseitig notwendig.
Eine weitere Vorbereitung sind die notwendigen Kabelanschlüsse an den Schienen. Hierbei reicht schon ein handelsüblicher 20 Watt Lötkolben mit möglichst feiner Spitze. Aus optischen Gründen löten viele Modellbahner ihre Anschlüsse an die Unterseite der Gleisprofile. Dazu muss ein wenig des Schwellenbandes entfernt werden. Ich bevorzuge die Stromeinspeisungen an den wenigen fertig konfektionierten Schienen im Gleisfeld und lasse dabei die Flexgleise aus. Eine weitere Möglichkeit ist die Anbringung des Kabels an der Flanke des Gleises, dies bietet sich dem reisenden Modellbahner an, welcher bei Defekten auf Ausstellungen einen schnellen Zugriff haben möchte. Falls sie noch ein wenig unsicher mit dem Lötkolben sind, so kann ich nur einen Gang zu einem Modellbahnverein empfehlen oder ein Bastler im Freundeskreis aufsuchen.
Mit den nun vorbereitenden Gleisen und Weichen wird nun ein erstes Mal die „Figur“ ausgelegt und mit Klebeband fixiert. Dabei stellt sich recht schnell heraus, ob das Material reicht. Im nächsten Schritt werden die bereits bekannten Bohrlöcher für die Kabel festgelegt, dies gilt auch für die späteren 12 mm Löcher für die Unterflur angebrachten Motorantriebe der Weichen. Zusätzlich müssen nun die künftigen Brückenbauwerke berücksichtigt werden. Diese baue ich übrigens fast immer selber.
Im nächsten Schritt nehmen wir alle Gleise wieder herunter und bringen an den markierten Linien die bekannte Korkbettung auf. Zuvor müssen jedoch sämtliche tiefere Bereiche ausgesägt werden und entsprechende dicke Sperrholzplatten bilden das Grundgerüst für spätere Brücken.
Nun erfolgt der finale Gleisaufbau im sichtbaren Bereich. Mit den bekannten Gleisklammern, einfachen Pinsteckern und Klebeband werden die Flexgleise in die gewünschte Form gebracht. Dabei fixieren die Gleisklammern das Gleis und überstehende Schienenprofile können mit einem watenfreien Seitenschneider oder Uhrmachersäge mit feinsten Metallblatt entfernt werden. Anschließend wird vorsichtig der Schienenverbinder aufgezogen. Diese Arbeit setzt sich über beide Segmente fort, dabei werden immer wieder meine Abstandshölzer für den richtigen Gleismittenabstand sorgen. Fixiert werden alle Schienen mit den bekannten Märklin – Schienennägel, welche später nach der Schotterung der Gleise entfernt werden können.
Die spezielle Gleis - Bauform der Segment – Übergänge wird übrigens zu einem späteren Zeitpunkt etwas intensiver betrachtet. Hier sind immer höchst genaue Arbeiten angesagt.
Abschließend erfolgt eine wichtige Sichtprüfung. Sind die Schienen wirklich gerade und parallel verlegt? Sind die Isolierschienen – Verbinder an richtige Stelle? Sind überhaupt die Schienenverbinder richtig verbaut? Falls alle Punkte zutreffen, sollte ab diesem Zeitpunkt erste Rolltests mit Wagons folgen. Lassen sie ruhig selbst den vierachsigen Personenwagen über die Gleise flitzen, eine Korrektur ist jetzt noch möglich.
Letztendlich haben wir nun ein Gleisbild mit sehr eleganten Bögen, die dem Vorbild recht nah kommen vor Augen. Wenn später ein langer Reisezug hier entlang fährt wird der hohe Arbeitsaufwand mit einem schönen Schaubild belohnt.
Teil 7: Z-Car-System
Seit einigen Jahren gibt es das Z-Car-System auf dem Markt, welches eigentlich dem Angebot von Faller sehr ähnelt, aber natürlich hier im Maßstab 1:220 angeboten wird. Einen großen Unterschied zum H0 Pendant macht der fehlende Draht im Straßenplanum aus, den zur Fahrsicherheit der kleinen Modelle kommt ausschließlich ein Magnetband zum Einsatz. Nähere Informationen erhalten sie hier:
Die Moselbrücke Bullay in Spur Z, erbaut von Rainer Tielke, ist ein bemerkenswertes Schaustück mit einem zusätzlich verbauten Z-Car-System. Hier kann der geneigte Bastler auch im Internet erste Eindrücke von den fahrenden Autos bekommen.
Da eine typische „Kuhlmann – Anlage“ meist etwas heruntergekommene Straßenzüge aufweist blieb mir nichts anderes übrig und ein Testbrett musste Gewissheit verschaffen. Das vorliegende Magnetband ist 3 mm breit und 1 mm hoch. Als Straßenbegrenzung habe ich Evergreen – Leisten mit 1 x 1,5 mm gewählt. Hochkant aufgeklebt wäre dann das Magnetband noch mit meiner üblichen Spachtelmaße von Molto 0,5 mm abzudecken. Aufgrund der dunklen Erscheinung sollte das Band nach der Verlegung noch grau angestrichen werden, so scheint später nichts mehr durch. Die Leisten bildeten nun einen willkommenen Rahmen für eine saubere Verspachtelung. Einen weiteren Vorteil konnte ich mit dem Testbrett auch noch erreichen, aufgrund der Bahnunterführung musste vorab noch eine maximal vertretbare Steigung herausgefunden werden. Hierbei stellte sich heraus, dass das ursprüngliche Vorhaben mit einem Werkhof und einer Wendeschleife nicht eingehalten werden konnte, da der später überbaute Schattenbahnhof (Bilder vom Bau folgen später) und der Wunsch nach einer sanften Hügellandschaft so nicht einzuhalten wäre. Nun ist die Wendeschleife unter einer Serviceklappe in der Landschaft verbaut und die Durchgangsstraße verläuft nicht mehr über den Hügel, sondern in einen Straßentunnel. Wie bei vielen meiner Anlagen ändern sich manche Pläne noch während er Bauphasen. Ein Plan ist aber immer ein guter Ausgangspunkt für eventuelle Verbesserungen.
Nachdem nun die spätere Unterführung der Bahnlinie unterfüttert wurde, konnte mit 1,5 dünnen Sperrholzbretter die Fahrbahn mit moderater Steigung eingebaut werden. Kleine Stützhölzer sind zur Versteifung und Einhaltung der Steigung übrigens höchst wichtig. Danach wurde das Magnetband entsprechend meiner Vorzeichnungen auf der Anlage mit Kontaktkleber befestigt. Es folgten die bereits erwähnten Evergreen – Leisten, verbunden mit Gel Sekundenkleber. Eine Arbeit, die immer viel Geduld abverlangt. Sieht der Straßenzug wunschgemäß aus, so steht dem Einsatz der Spachtelmaße nichts mehr im Weg. Hierbei benutze ich immer wieder die „Japanspachtel“ als Werkzeug. Nach dem Auftrag wird mehrfach mit einem wasserbehaftenden Spachteleisen die Oberfläche ab - und glattgezogen. Danach ist für mehrere Stunden Ruhe angesagt.
In der Folge wird erstmals die Oberfläche mit 100´ Schleifpapier bearbeitet. Hierbei stellen sich auch noch regelrechte Schlaglöcher heraus, die sollten für einen Z-Car-System gefühlt werden und entsprechend nachgeschliffen.
Am Ende ist der Rundkurs auf Lamerden fertiggestellt und diverse Probefahren zeigten, dass an ein paar Stellen noch weiter geschliffen werden musste. Mein kleiner Bus stammt noch aus der allerersten Lieferserie, ist recht häufig benutzt worden und damit genau richtig für den Test. Wenn das älteste und wahrscheinlich ausgelutschte Fahrzeug hier seine Runden drehen kann, dürfte ein nagelneues Modell keine Probleme haben. Ähnlich verfahre ich auch immer beim Schienenbau.
Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich noch mit Evergreen – Leisten die Randsteine an den Straßen aufbringen, damit die Optik noch stimmiger wird.
Teil 8: Hausbau im Maßstab 1:220
Wer in der heutigen Zeit ein spezielles Thema seiner künftigen Modellbahn verfolgt wird selbst bei regionsbezogenen Häusern meist fündig. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren haben sich die Anbieter von Modellhäuser im Maßstab 1:220 regelrecht vervielfältig. Von den klassischen „Plastikbausätzen“ über Resin, Lasertechnik, Metall und 3D Druck ist fast alles möglich. Dazu kommen noch feine Auftrags -Bausätze z.B. von HRT, entwickelt und realisiert von der Firma Archistories.
Bei der Vielfalt ist nur ein wenig Geduld bei der Auswahl angesagt, damit die verschiedenen Bauten auch zusammenpassen. Im Fall der Anlage Lamerden konnte ich mich bereits an der Planzeichnung grob orientieren und die nötigen (eher) sauerländischen Bauten besorgen. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt, um ein späteres sinnvolles Arrangement zu treffen. Nichts ist schlimmer als eine wahllos hingestellte Häuserreihe, meist mit sehr unterschiedlichen Baustilen aus verschiedenen Regionen. Meine Bauten sollten wie immer zum Zeitpunkt des fertigen Rohkastens und der Gleisverlegung zur Verfügung stehen, damit die erste Stellprobe stattfinden konnte. Die feinfüllige Aufstellung hat eine immense Auswirkung auf die spätere Gestaltung der umgebenden Landschaft.
Eventuelle Kleinteile der Häuser ergänze ich übrigens erst kurz vor dem Einbau in das Exponat, damit wird eine mögliche Beschädigung vermieden. Bei mir werden alle Modelle farblich behandelt und entsprechend gelaltert, damit ist ein Unterschied vom Material her nicht mehr sichtbar.
Die Anlage „Lamerden“ ist zwar eine freizügige Interpretation dieser Gegend, aber zumindest ein Bau sollte dem Vorbild entsprechen. Die Wahl fiel auf das damals recht moderne Stellwerk am Ende des viergleisigen Areals. Hierzu ist aber das „Kitbashing“ gefragt. Damit baut sich der erfahrene Modellbahner aus verschieden Bausätzen regelrecht ein Unikat zusammen. In diesem Fall war es das ländliche Schreinereigebäude von dem Anbieter Laffont als Ausgangspunkt und diverse Teile aus meiner Restkiste sowie Plastikleisten von Evergreen.
Wiederholt kommt der Bahnhof Westheim von Archistories zu Einsatz. Doch diesmal in einer kleineren Version, für einen getrennten Aufbau hat der Hersteller auch entsprechende Bauteile bereits berücksichtigt und beigefügt. Die eigentliche Güterhalle findet in Zukunft eine Verwendung als Lagerhalle inmitten dem zukünftigen Gewerbehof.
Die heutigen Bausätze bieten dem geneigten Modellbahner genug Informationen zur Herstellung des Hauses. Umfangreiche und detaillierte Baupläne sowie häufig Tipps z.B. für den richtigen Klebstoff sind an der Tagesordnung. Meist haben die Anbieter auch kleinere und damit günstigere Bauten im Portfolio, dies wäre für den Anfänger und Wiedereinsteiger für einen Test genau richtig. Dabei sind die Produkte in der Kartontechnik/ Lasercut meist schon gefärbt und eine anschließende Bemalung des Modells erübrigt sich erstmal.
Weiterreichende Infos können sie auch im Trainini – Magazin nachlesen, z.B. die Ausgabe 2017-05.
Auf einen besonderen Zustand möchte ich noch hinweisen. Häufig kommt ein neues und wunderschönes Modell auf dem Markt, aber die Bauphase der Anlage ist in einer mehr oder minder fortgerittenen Phase. Wägen sie einen Einbau so ab, dass die spätere Harmonie der Anlage bestehen bleibt. In meinem Fall waren bereits alle Gleise fertig verlegt und dann kam der Köf-Kleinlokschuppen von Archistories heraus. Nach längerer Überlegung baute ich noch ein Abstellgleis/ Ziehgleis und ein Freiladegleis in die Landschaft ein. Die bereits festgelegten Plätze der Modellhäuser wurden zum Glück nicht beschnitten, eine eher noch dichtete Szenerie ist erfreulicherweise auf dem rechten Segment entstanden. Daher ist festzuhalten, dass Pläne zur Orientierung unabdingbar sind, aber sinnvolle Ergänzungen das Exponat noch weiter aufwerten können.
Teil 9: Topografie
In der nun neunten Folge unserer künftigen Anlage wenden wir uns der Topografie zu.
Zuerst ist jedoch die notwendige Überbauung des Schattenbahnhofs an
der Reihe. Hierbei greifen wir auf die bereits gesägten Platten aus der
Folge 3 zurück. Dabei wird auch die spätere Rückwand für die
Hintergrundkulisse und die entsprechenden Seitenteile angebracht.
Die „Kulissenausrundung“ in den Ecken erfolgt üblicherweise mit 1 mm
Sperrholz aus dem Bereich der Flugzeug – Modellbauer. Auch die
Überbauung der Kehrschleife des Z – Car – System darf nicht vergessen
werden. Später kann hier für Zugriffe ein Landschaftsteil herausgenommen
werden.
Mit einem Malerkreppband werden nun Teile der Schienen und Weichen
sorgfältig abgedeckt. Es hilft gegen Verschmutzung und Beschädigung der
Bahnkörper.
Zu diesem Zeitpunkt sollten auch Stromkabel zur Einspeisung von Hausbeleuchtungen
gelegt werden. Dieser Weg ist einfach effektiver, als sich später durch die "massive" Landschaft zu arbeiten.
Seit ein paar Jahren werden die groben Landschaftskonturen von den
Modellbahnprofis und vielen Hobby - Bahner nur noch mit
Hartschaumplatten moduliert. Für unseren Zweck benutzen wir die 20 mm
Varianten aus dem Baumarkt und dünnere Exemplare, erhältlich bei
diversen Anbietern aus dem Architekturbereich.
Beginnend wird die Platte mit einem scharfen Messer in handliche und
vorbreitende Teile zerschnitten. Gefällt das Ergebnis, so werden
entweder mit Holzleim oder auch speziellem Hartschaumkleber die Platten
verbunden und mit einem Gewicht fixiert.
Kleinere Lücken können einfach mit Reststücken verfüllt werden.
Unsere nun recht grob wirkende Anlage muss jetzt für mindestens 24 Stunden ruhen.
Die Kontur einer Landschaft wird mit Messern und einer Kopfraspel in Form gebracht.
Da wir mehr Platten gestapelt haben, als die eigentliche Landschaft
später hergegeben soll, ist die Gefahr weitaus geringer, zu viel
abzutragen. Diese Modellierung sollte in Ruhe und Muße vollzogen werden,
nur so entstehen schöne Landschaftsformen.
Mit einem korrespondierten Blick müssen auch die eventuellen Positionen von Kunstbauten (Stützmauern, Treppen, etc.) festgelegt werden. In unserem Fall ist es z.B. die große Stützmauer oberhalb vom Fluss. Eine raue Oberfläche vom Hartschaum fördert übrigens eine gute Haftung der Spachtelmasse als Landschaftshaut.
Bei vielen Exponaten nehme ich häufig den Holz - Reparatur - Spachtel von Molto,
ansonsten kommt der recht bekannte Sandspachtel zum Einsatz.
Dazu benutze ich Quarzsand mit 0,1, -0,5 mm Körnung , Holzleim und Farbe.
Zutaten eigene Spachtelmasse
Mein Mischungsverhältnis für die Masse ist wie folgt:
1000 g. Quarzsand
180 g Holzleim meist eine wasserfeste Variante
max. 40 g braune Farbe, je nachdem etwas Wasser.
Kein Tiefengrund!
Die Masse sollte sandfarben wirken.
Mit diversen Spachtelmesser wird die Masse verteilt.
Es ist darauf zu achten, dass der Auftrag schön unregelmäßig erfolgt,
nicht glattstreichen! Später ergibt sich daraus eine rechte natürliche
Landschaftsform, auch die Abbruchkanten von Erdschichten sollten nicht
vergessen werden. Beide Spachtelmassen haben einen angenehmen
Nebeneffekt, die raue Oberfläche begünstigt einen guten Halt bei der
späteren Begrünung der Anlage.
Anschließend erfolgt jetzt der Bau der Felswand. Es ist der einzige Bauabschnitt wo ich noch manchmal Gips benutze, hierzu wird er einfach in groben Zügen aufgetragen und nach einer halben Stunde mit dem Spachtelmesser (vor) moduliert. Natürlich bieten diverse Firmen verschiedene Arten von Fertigfelsen und Kautschukformen an, falls ihnen die freie Modulierung nicht entgegenkommt.
Ist diese ganze Spachtelmasse der Landschaftshaut nach 2 Tagen Ruhezeit getrocknet wird nun eine eher dünnflüssige Farbe aufgetragen, aber bitte auch unregelmäßig, Flecken sind hier ausdrücklich erwünscht. Hierzu kann der Modellbahner die Erdfarben von verschiedenen Anbietern nutzen. Ich nehme seit Jahren meine eigene Mischung, ausgehend von handelsüblichen Abtönfarben aus dem Baumarkt. Es sollte auf jeden Fall wässrig aufgetragen werden.
Zum Schluss wird noch die Felswand mit dünnflüssiger grauer Farbe
behandelt und nach 24 Stunden mit weitern grauen, braunen und grünen
Lasur - Farben final behandelt.
Eine Zwischenbilanz
Von dem langweiligen Schienenoval ist nichts mehr zu sehen, eine schöne und geschwungene Bahnlinie in einer hügligen Landschaft ist nun an diese Stelle getreten.
Teil 10: Schienen und Schotter
In dieser Folge werden wir die verlegten Schienen farblich behandeln und einschottern.
Im Vorfeld sind aber noch weitere Arbeiten angesagt. Die bereits
vorhandenen Bohrlöcher für die späteren Unterflur – Antriebe der Weichen
werden mit 3 mm starken und entsprechend gesägten Holzplatten seitlich
abgedeckt. Hier erfüllt eine kleine Tischkreissäge ihre Aufgabe
wunschgemäß. Die kleinen Rechteckleisten sollen dabei später die
„realen“ Weichenantriebe darstellen. Mit sehr dünnen Plastikplatten
müssen noch die sichtbaren Bereiche der Bohrlöcher unterhalb der Weichen
abgedeckt werden. Danach können die Kunststoffschwellen mit
lederbrauner oder teeriger Farbe gestrichen sowie Schienen und
Kleineisen mit „Rostfarbe“ veredelt werden. Hier bieten die Hersteller
ein umfangreiches Farbsortiment. Hier sind bekanntlich die Geschmäcker
unterschiedlich.
Für eine später Oberleitung werden nun kleine Platzhalter neben den
Gleisen aufgeklebt und Positionen der Signale festgelegt. Weiterhin
sollten zur Auflockerung und Detailtreue einige Kabelschächte im
Gleisfeld vorhanden sein. Evergreen Leisten mit 1,5mm x 1.00mm erfüllen
genau diesen Zweck. Kleine gelbe Klebstreifen decken übrigens die 4mm
Bohrlöcher für die Signale ab.
Sehr feiner grauer Mineralsand (eingefärbt) deckt die Korkunterfläche in
den Gleiszwischenräumen ab. Damit ist für Einschotterung alles
vorbereitet.
Geschottert und verklebt wird wieder mit dem Material von Koemo, wegen
der Profilhöhe der Märklin - Schienen mit dem Angebot für Spur-N,
Diabesschotter, dunkel, alte Steine, Typ DD. Dabei schottere ich erst
die Zwischenräume des Gleises bis zur Oberkante der Schwelle, danach die
Seitenteile und lege dann die äußeren Schwellenstücke mit einem feinen
Pinsel wieder frei. Die Weichen werden immer nach den Streckengleisen
mit einer kleinen Schütte vorsichtig eingeschottert. Dies sollte in
ruhiger Arbeit vollzogen werden, mit Als allgemeines Material benutze
ich nur einen kleinen Borsten - und Rotmarderpinsel, die besagte
Schütte, eine alte Filmdose und meine Finger.
Ist ein Gleisbereich mit ungefähr 30 cm Schotter bedeckt, schwemme ich
mit einer Pipette und dem speziellen und dünnflüssigen Leim von Koemo
alles ein. Die Pipette wird dabei an einer Schwelle (Innen) gehalten
und langsam vorgezogen.
Spätere Übergänge der partiellen Einschotterung sind nicht zu sehen. Der
Vorteil bei einer Teilarbeit liegt bei einer präzisen Arbeit über Tage
verteilt. Mir ist bewusst, dass bei vielen Modellbahnern die
Gleisschotterung als Pflichtarbeit oder gar als lästig empfunden wird,
meine Ergebnisse überzeugen mich immer wieder. Es lohnt sich!
Eine Nachschotterung ist übrigens in einigen Bereichen des Gleisfelds ein ganz normales Prozedere.
Da ich ziemlich neutralen Schotter nehme, gibt es ziemlich viele
Optionen der künftigen Alterung der Gleisbereiche mit Pulverfarben.
Dieser Prozess findet aber grundsätzlich erst beim Einbau der Häuser und
sonstigen Gegenstände statt.
Damit können eventuelle Farbübergänge und die Farbintensität besser
gesteuert werden. Es ist kein Geheimtipp, aber gerade die Homogenität
der Farbauswahl auf der gesamten Anlage, vor dem ersten Grün, macht die
Szenerie schon sehenswert.
























































